Ratgeber Lungenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Was ist Lungenkrebs?

Der Lungenkrebs, der zu den sog. soliden Tumoren (Geschwulsterkrankungen) gehört, gilt als häufigste Todesursache unter den Krebskrankheiten. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebsform. Nach Schätzungen des Robert Koch Instituts erkrankten im Jahr 2004 rund 32.850 Männer und 13.190 Frauen neu an Lungenkrebs. Das mittlere Alter bei Diagnosestellung beträgt etwa 65 Jahre.

Beim Krebs der Lunge unterscheidet man nach der Herkunft im Wesentlichen zwischen solchen Formen, die als Absiedelungen von Tumoren anderer Körperorgane entstehen (sog. Metastasen) und solchen, die vom Gewebe der Lunge selbst (überwiegend von den die Bronchien auskleidenden Schleimhautzellen) ausgehen. Nur die letztgenannten Formen sind im engeren Sinn als Lungenkarzinome (Bronchialkarzinome) anzusehen. Bei diesen wiederum werden im Rahmen der Diagnose und der Therapieplanung zwei Hauptarten unterschieden: der häufigere nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC, Non small cell lung cancer) und der seltenere kleinzellige Lungenkrebs (SCLC, Small cell lung cancer).

Durch mikroskopische Betrachtung des Bronchialkarzinomgewebes kann man vier Hauptformen unterscheiden: das von den Schleimhautdeckzellen ausgehende Plattenepithelkarzinom, das aus drüsenartigen Zellen hervorgehende Adenokarzinom (zusammen rund 70-75 %), das kleinzellige Karzinom (rund 20 %), das großzellige Karzinom sowie die selteneren Unterformen.

Unter dem Begriff der nicht-kleinzelligen Karzinome werden Adenokarzinom, Plattenepithelkarzinom und großzelliges Karzinom zusammengefasst. Mit diesen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen ist aufgrund ihres langsameren Wachstums im Vergleich zu den kleinzelligen Lungenkarzinomen die bessere Prognose verbunden. Die Wissenschaftler hoffen, künftig auch die Unterformen des Lungenkrebses noch besser differenzieren zu können, um gezielte, individuell abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

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