Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Lungenkrebs

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Lungenkrebs
Wissenswertes zu Lungenkrebs

Im Glossar zum Thema Lungenkrebs werden verschiedene Diagnoseverfahren sowie allgemeine Begriffe im Zusammenhang mit der Erkrankung erläutert. So werden z. B. Bronchoskopie und Sonografie erklärt sowie die Kombination aus beidem, der sogenannte endobronchiale Ultraschall. Es wird erläutert, dass es sich bei Alveolen um die Lungenbläschen handelt und eine Bronchitis mit Beschwerden wie Husten und Atembeschwerden einhergeht. Die Symptome einer Bronchitis sind ähnlich wie die von Lungenkrebs. Darüber hinaus kann sich aus einer chronischen Bronchitis Lungenkrebs entwickeln.

Wissenswertes zu Lungenkrebs

Glossar

Alveolen

Lungenbläschen

Bronchitis

Entzündung von Luftröhre/Bronchien mit Symptomen wie Schwierigkeiten beim Atmen, Husten etc.

Bronchoskopie

Spiegelung der Bronchien; unter lokaler Betäubung der Bronchialschleimhaut wird ein Rohr durch Nase oder Mund über die Luftröhre bis in die Bronchien geschoben. Mithilfe verschiedener Geräte kann man dann die Schleimhaut betrachten, Gewebeproben entnehmen und Sekret absaugen. Gewebeproben und Sekret werden anschließend z. B. auf Krebszellen untersucht.

Computertomografie (CT)

spezielle Röntgenmethode, mit der der Körper schichtweise durchleuchtet und bildlich dargestellt wird. Das Verfahren wird z. B. angewandt, um die Tumorausbreitung festzustellen. Bei Lungenkrebspatienten wird mittels der CT insbesondere nach Metastasen in anderen Körperregionen gefahndet.

Endobronchialer Ultraschall (EBUS)

Kombination aus Bronchoskopie und Ultraschall

Feinnadelbiopsie

Hierbei wird eine Nadel durch die Brustwand eingeführt und dann in dem krebsverdächtigen Bereich der Lunge eine Gewebeprobe abgesaugt. Wird z. B. angewandt, wenn das betreffende Areal per Bronchoskopie nicht erreichbar ist.

Lungenfunktionsprüfung

Gibt Informationen über den Funktionszustand der Lunge, z. B. darüber, wie viel Luft beim Ein- und Ausatmen in die Lunge aufgenommen bzw. von der Lunge ausgestoßen und wie effizient Sauerstoff an das Blut abgegeben wird.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Kernspintomografie; wird z. B. eingesetzt, um Metastasen in Gehirn, Rückenmark und Skelett zu lokalisieren

Mediastinoskopie

Untersuchungsmethode für den Raum zwischen den Lungen (Mediastinum), in dem Lymphknoten lokalisiert sind, die häufig von Absiedelungen des Lungenkrebses befallen werden. Von außen wird über einen Schnitt eine Sonde in das Mediastinum eingeführt, mit der Gewebeproben entnommen werden können.

Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

Bildliche Darstellung der Verstoffwechselung von radioaktiv markiertem Zucker. Im Vergleich zu gesundem Gewebe weisen i. d. R. Tumoren/Metastasen höhere Stoffwechselraten auf und können so erkannt werden.

Pulmonal

Die Lunge betreffend

Skelettszintigrafie (Knochenszintigrafie)

Dient der Feststellung von Knochenmetastasen. Eine radioaktive Substanz wird über das Blut in den Körper gegeben. Sie reichert sich verstärkt in dem befallenen Knochen an. Über eine Ortung der radioaktiven Strahlung können metastasenverdächtige Gebiete identifiziert werden.

Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Methode, die angewandt wird, um festzustellen, ob der Tumor Metastasen gebildet hat. Besonderes Augenmerk wird im Zusammenhang mit Lungenkrebs auf die Untersuchung von Leber, Nieren, Nebennieren, Milz sowie Lymphknoten gelegt. Ein Herzultraschall lässt Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels zu – eine wichtige Information für die Therapieentscheidung.

06. Juni 2017
In zertifizierten Lungenkrebszentren erhalten Patienten die bestmögliche Behandlung. Dafür sorgen fachliche Anforderungen, die jedes Zentrum erfüllen muss.
  
25. April 2017
Die bei Lungenkrebs eingesetzten Therapiemöglichkeiten hängen maßgeblich vom Stadium der Erkrankung ab.
  
12. April 2017
Priv.-Doz. Dr. Jürgen Fischer spricht im Interview über moderne Therapien und neue Möglichkeiten bei der Therapie von Lungenkrebs.
  
11. April 2017
Die Selbsthilfeorganisation mit Sitz in Berlin ist Ansprechpartner für Betroffene mit Lungenkrebs und Angehörige.
  
10. April 2017
Die Therapie von Lungenkrebs hängt von der Art des Tumors und seinem Grad der Ausbreitung ab.
  
Diagnose Lungenkrebs

Bei der Diagnose von Lungenkrebs können nach einem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient sowie einer körperlichen Untersuchung, verschiedene Verfahren zur Anwendung kommen. Bei der Bronchoskopie kann der Arzt mittels einer kleinen Kamera, die durch den Mund oder die Nase eingeführt wird, einen Blick auf Luftröhre und Bronchien des Patienten werfen. Es ist auch möglich, eine Gewebeprobe zu entnehmen. Kann durch die Bronchoskopie keine sichere Diagnose gestellt werden, kann eine Punktion durch die Brust des Patienten durchgeführt werden. Darüber hinaus stehen zur Diagnose weitere Maßnahmen wie Ultraschalluntersuchung, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie zur Verfügung.

Das größte Risiko für die Entstehung von Lungenkrebs haben Raucher. Je früher man mit dem Rauchen begonnen hat, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, im späteren Leben an Lungenkrebs zu erkranken. Auch Passivrauchen kann die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, erhöhen. Darüber hinaus können verschiedene Stoffe und Substanzen die Entstehung von Lungenkrebs fördern. Dazu gehören z. B. Asbest, verschiedene Chemikalien, Arsen oder Chrom. Menschen, die berufsbedingt mit diesen Substanzen in Kontakt kommen, sollten für einen angemessenen Arbeitsschutz sorgen. Auch eine übermäßige Strahlenbelastung zählt zu den Risikofaktoren. Genetische und erbliche Faktoren können ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs spielen.

Bei Lungenkrebs unterscheidet man zwei Hauptformen: das nicht-kleinzellige und das kleinzellige Lungenkarzinom. Das kleinzellige Lungenkarzinom kommt seltener vor als das langsamer wachsende nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Dieses lässt sich wiederum in Adeno-, Plattenepithel- und großzellige Karzinome unterteilen. Von Lungenkrebs sind sowohl Männer als auch Frauen betroffen, wobei der Anteil betroffener Männer größer ist. Im Schnitt sind die Betroffen zum Zeitpunkt der Diagnose zwischen 65 und 70 Jahren. Symptome wie Husten, Brustschmerzen oder Atembeschwerden entwickeln sich meist erst im späteren Verlauf der Erkrankung. Aus diesem Grund wird Lungenkrebs häufig erst spät diagnostiziert, wenn sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben.