Ratgeber Lungenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Mit Hilfe der elektrischen Zigarette den Lungenkrebs verhindern?

In Amerika bereits weit verbreitet, ist eine deutlich gesündere Art des Nikotingenusses in Deutschland noch wenig bekannt: die elektrische Zigarette. Sie sieht zwar aus wie eine herkömmliche Filterzigarette, funktioniert allerdings gänzlich ohne die Verbrennung von Tabak. Die Optik der elektrischen Zigarette ist in den letzten Jahren immer näher an das Original heran gerückt. Ihre Benutzer fallen inzwischen erst auf den zweiten Blick als E-Raucher auf.

Die kleinen Hightech-Teile werden von Lithium-Ionen-Akkus gepowert und erhitzen mit einer Heizwendel im Inneren winzige Mengen eines sogenannten Aroma-Liquids. Um ein möglichst reales Raucherlebnis zu simulieren, ist diese Flüssigkeit mit Nikotin und Aroma angereichert. Der Geschmack bekannter Zigarettenmarken wird dabei verblüffend echt imitiert. Allerdings mit einem ganz wesentlichen Unterschied: Die Nutzer der elektrischen Zigarette atmen keinen Zigarettenrauch ein!

Raucherhusten als Wegbereiter von Lungenkrebs

Die bei den meisten starken Rauchern vorzufindende und gemeinhin als “Raucherhusten” bagatellisierte chronische Bronchitis gehört zur Gruppe der “chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen” (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, Abkürzung: COPD). Es wird geschätzt, dass alleine in Deutschland rund vier Millionen Menschen an COPD erkrankt sind.

Die Hauptursache einer chronischen Bronchitis ist eine Störung der sogenannten Lungen-Flimmerhärchen, die innerhalb der Luftröhre die eingeatmete Atemluft reinigen. Diese Flimmerhärchen sind durch den Zigarettenrauch geschwächt und können den bei Rauchern vermehrt anfallenden Schleim nicht mehr abtransportieren. Das versucht der Körper eines Rauchers durch Abhusten insbesondere in den frühen Morgenstunden (Raucherhusten) zu kompensieren. In der Praxis gelingt dies allerdings nur eingeschränkt. Der Schleim bleibt in den Bronchien des Rauchers liegen und führt zu Entzündungen. Unbehandelt oder bei andauerndem Zigarettenkonsum entwickeln sich bei vielen Rauchern in der Folge schwere Lungenerkrankungen bis hin zu Lungenkrebs.

Elektrische Zigarette: Zigarettenrauch wird durch Nikotin-Nebel ersetzt

Unter gesundheitlichen Aspekten gibt es keine Alternative zum sofortigen Verzicht auf Zigarettenkonsum. Wer nicht raucht, senkt drastisch sein Risiko für. Ein solcher Entzug ist für den Betroffenen allerdings schwierig bis – subjektiv empfunden – unmöglich. Die elektrische Zigarette kann hier sofort Abhilfe verschaffen, da sie dem “Raucher” einerseits keinerlei Rauch bzw. Verbrennungsprodukte zufügt, andererseits ihm aber die benötigte Nikotindosis verschafft. Zudem können die tief im Kopf des Rauchers verankerten Rauchgewohnheiten (Beschäftigung der Hände, Belohnung nach getaner Arbeit, Zigarettenpause etc.) beibehalten werden. Selbst starke Raucher sind erfahrungsgemäß in der Lage, ohne Entzugserscheinungen auf die elektrische Zigarette umzusteigen. Einen Versuch wäre es allemal wert.

Weitere Artikel:

Mit Hilfe der elektrischen Zigarette den Lungenkrebs verhindern?

Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs-News von Curado.de

  • Einige Lungenkrebs-Patienten profitieren nicht von Strahlentherapie
    Vor allem ältere Patienten mit Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium profitieren einer Studie zufolge nicht unbedingt von einer Strahlentherapie. Die Ergebnisse der in der Fachzeitschrift "Cancer" veröffentlichten Untersuchung lassen den Rückschluss zu, dass Ärzte nicht routinemäßig eine solche Behandlung bei Patienten veranlassen sollten, deren Tumor noch nicht stark gestreut hat.
  • Lungenkrebs: Neuer Ansatz für Chemotherapie
    Eine erhöhte Konzentration des Enzyms „Histondeacetylase 2“ in Tumorzellen scheint die Überlebenschancen von Lungenkrebspatienten zu verringern. Dies hat ein Forscherteam um Dr. Oliver H. Krämer an der Universität Jena herausgefunden. Nun wollen die Wissenschaftler die Mechanismen klären, durch die das Enzym das Tumorwachstum fördert.
  • Mikrowellen gegen Lungenkrebs
    Die Therapie von Lungenmetastasen ist für die Krebsforschung (Onkologie) immer noch eine Herausforderung. Um die Überlebenschancen der Patienten zu verbessern, werden immer neue Behandlungsmethoden eingesetzt. So werden neben den klassischen Verfahren zunehmend minimalinvasive Therapieverfahren wie Laser-, Radiofrequenz- und Mikrowelleneingriffe erforscht.